Das weitgefächerte Landschaftsgebiet der Mecklenburgischen Seenplatte erstreckt sich über weite Flächen des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, reicht im Süden bis fast in brandenburgisches Gebiet hinein, im Norden bis fast an die Küste der Ostsee, im Westen grenzt sie an das Land Niedersachsen und im Osten an unser Nachbarland Polen. Sie ist eine der drei großen Seenplatten südlich der Ostsee, zu denen noch die Masurische Seenplatte und die Pommersche Seenplatte gezählt werden. Alle drei wurden durch die Eiszeiten geschaffen, die ihre gewaltigen Gletscher von Norden her weit in das mitteleuropäische Festland hinein geschoben hatten.
Die Mecklenburger Seenplatte wird gemeinhin in die Gewässer des Mecklenburger Großseengebietes, zu denen die Müritz, der Plauer See und der Kölpinsee zählen, die Gewässer des Neustrelitzer Kleinseengebietes, das Rheinsberger Seengebiet und die Gewässer der Feldberger Seenlandschaft unterteilt. Wichtige Bezugspunkte in der Landschaft sind die Städte Neustrelitz, Waren an der Müritz, Malchow, Röbel und Plau.
Die Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte ist besonders reizvoll. Die vielen Gewässer wie kleine und große Seen, sie verbindende Wasserläufe und die besonders im Feldberger Gebiet nicht unerheblichen Höhenzüge lockern die Landschaft auf und geben ihr einen ganz eigenen romantischen Charme. Die Tourismusbranche hat das schon lange erkannt und speziell nach der deutschen Wiedervereinigung zieht es viele Urlauber, besonders aus den alten Bundesländern, nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Preise sind hier noch recht moderat und liegen spürbar unter dem Niveau der Bäder an der Ost- und Nordsee.
Speziell für Freunde des Wassersports gibt es hier alles, was deren Herz begehrt. An wunderschönen Badestränden kann sich die ganze Familie vergnügen. Sehr beliebt sind Kanutouren, die sowohl organisiert als auch auf eigene Faust unternommen werden können. Petrijünger finden an der Mecklenburgischen Seenplatte ein wahre El Dorado vor. Nahezu jedes Gewässer weist einen anderen Fischbestand auf. In tieferen Seen wird in erster Linie den Raubfischen wie Hecht, Zander, Barsch aber auch Wels nachgestellt. Flachere und durch die Sonneneinstrahlung erwärmte Seen bieten Fischen wie Karpfen, Schleie und Aal hervorragende Lebensbedingungen. Besonders bei Tauchsportlern haben sich bestimmte Gewässer eine guten Namen gemacht. Einige Seen sind recht klar und bieten eine gute Sicht. Zudem ist der lokale Schiffsverkehr auf wenige Routen beschränkt. Dass auf den Mecklenburger Seen auch Freunde der Rudersports, Segler und Surfer auf ihre Kosten kommen, versteht sich von selbst.